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CHRONISCHE CYSTITIDEN

Wunderwerk Blase: Eine feine Schleimschicht, die von Innen die Harnblase auskleidet, verhindert normalerweise, dass reizende Substanzen aus dem Urin bis in die Blaseninnenwand vordringen können. Bei Ch‍ronischen Cystitiden ist diese Schutzschicht, die so genannte Glykosaminoglykan-Schicht (kurz GAG-Schicht), häufig
geschädigt. Damit wird sie durchlässig für Reizstoffe aus dem Urin.
Quälende Symptome » wie häufiges Wasserlassen sind die Folge. Hierdurch können Betroffene in ihrer Lebensqualität massiv eingeschränkt sein. Denn ein einziger Gedanke beschäftigt sie rund um die Uhr: „Wo, um alles in der Welt, ist hier bloß die nächste Toilette?“ Alltagsaktivitäten und Freizeit­beschäftigungen wie ein entspannter Stadtbummel, ein Besuch bei Freunden, ein Ausflug ans Meer oder in die Berge werden so zu einem echten Problem.

Symptome

Häufiges Wasserlassen
Durchschnittlich geht jeder Mensch ca. 7-mal täglich auf die Toilette. Patienten mit chronischer » Blasenentzündung (Zystitis) müssen wesentlich häufiger Wasser lassen –  bis zu 60-mal am Tag und bis zu 40-mal in der Nacht. Der Gedanke an den nächsten Toilettengang bestimmt häufig den gesamten Tagesablauf und raubt ihnen die Lebensfreude.


Starker, teilweise schwer zu unterdrückender Harndrang
Das Gefühl, sofort eine Toilette aufsuchen zu müssen, ist stark und schwer zu unterdrücken. Begleitet wird dieses Gefühl des ständigen Harndrangs häufig von der Angst, die Toilette nicht mehr rechtzeitig zu erreichen.


Anhaltende Schmerzen im Beckenbereich
Der Schmerz in der Beckenregion wird oft als schneidend empfunden. Er ist häufig anhaltend und variiert in seiner Stärke. Manchmal sind die Schmerzen bei der Blasenentleerung und beim Geschlechtsverkehr noch intensiver.


Krankheitsbilder

INTERSTITIELLE CYSTITIS (IC)
Interstitielle Cystitis – Harndrang und Schmerzen ohne Infektion

Die Beschwerden ähneln einer akuten Blasenentzündung: Ständiger Harndrang gekoppelt mit häufigem Wasserlassen und Schmerzen im Beckenbereich quälen die Patienten – dennoch finden sich keine Krankheitserreger im Urin wie z. B. Bakterien, Pilze oder Viren. Antibiotika helfen hier in der Regel nicht.

Die Interstitielle Cystitis betrifft vor allem Frauen – Männer sind nur in 10 % der Fälle betroffen. Diese schwere ch‍ronische Erkrankung ist für Ärzte eine therapeutische Herausforderung. Die Diagnose ist aufwendig und die Ursachen sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Praktische Tipps, die den Alltag mit Interstitieller Cystitis erleichtern.


ÜBERAKTIVE BLASE (OAB)
Überaktive Blase
(Overactive Bladder Syndrom, OAB)

Die Überaktive Blase äußert sich durch einen deutlich gesteigerten Harndrang, meist in Verbindung mit häufigem Wasserlassen. Schmerzen können auftreten, stehen aber nicht im Vordergrund. Bei einem Teil der Patienten kommt es auch zu unkontrolliertem Harnverlust.

Die OAB oder IC ist die Krankheit, welche über eine Ausschlussdiagnose ermittelt wird. Dies bedeutet, dass der behandelnde Arzt sämtliche in Frage kommenden Erkrankungen im Vorfeld diagnostisch ausschließen muss. Überschneidungen der beiden Krankheitsbilder erschweren die Diagnose zusätzlich.

Lesen Sie mehr zur Therapie von Blasenproblemen mit Gepan® instill


Strahlencystitis
Strahlencystitis (Radiogene Cystitis)

Eine Strahlencystitis kann nach einer Strahlenbehandlung der Beckenregion auftreten. Patienten leiden unter häufigem Wasserlassen (teilweise mit Blut im Urin), ständigem Harndrang und anhaltenden Schmerzen. Eine Strahlencystitis kann direkt nach der Bestrahlung oder aber auch erst Jahre später auftreten.

Erfahren Sie mehr über die Anwendung und die Wirkweise von Gepan® instill.


Chronisch-wiederkehrende Harnwegsinfekte
Ch‍ronisch-wiederkehrende (rezidivierende) Harnwegsinfekte

Von ch‍ronisch-wiederkehrenden Harnwegsinfekten wird gesprochen, wenn vier oder mehr akute Blasenentzündungen pro Jahr auftreten. Hierbei handelt es sich in der Mehrzahl der Fälle jeweils um neue bakterielle Infekte.

Eine bakterielle Blasenentzündung äußert sich durch ständigen Harndrang, gekoppelt mit häufigem Wasserlassen und Schmerzen im Beckenbereich; Krankheitserreger im Urin sind nachweisbar.

Eine Schädigung der Blasenschutzschicht kann häufige Harnwegsinfekte begünstigen, da die Bakterien sich dann leichter an die Blasenwand anheften können. Eine GAG-Ersatz-Therapie mit Gepan® instill kann die geschädigte Blasenwand vorübergehend ersetzen, so dass Bakterien nicht so leicht haften bleiben. Die Behandlung kann so einen Schutz vor einer erneuten Infektion bieten.

Lesen Sie mehr zur Therapie von Blasenproblemen mit Gepan® instill


Häufig gestellte Fragen / FAQ


Hier finden Sie Antworten zu häufig gestellten Fragen über Blasenentzündung und Harnwegsinfekte. Falls Sie weitere Fragen zur Therapie mit Gepan® instill haben, werden wir diese gerne individuell beantworten.

Hierfür nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN / FAQ

CHR‍ONISCHE CYSTITIDEN, WAS VERSTEHT MAN DARUNTER?
Unter Ch‍ronischen Cystitiden versteht man ch‍ronische Erkrankungen der Harnblase, die durch folgende Symptome » gekennzeichnet sind: häufiges Wasserlassen, starker, schwer zu unterdrückender Harndrang und anhaltende Schmerzen im Beckenbereich. Es gibt verschiedene Formen Ch‍ronischer Cystitiden, wie z.B. die Interstitielle Cystitis (IC), die Überaktive Blase (Overactive Bladder Syndrom, OAB), die Strahlencystitis (Radiogene Cystitis) und die ch‍ronisch-wiederkehrenden Harnwegsinfekte.



WODURCH ENTSTEHEN CHRONISCHE CYSTITIDEN?
Häufig gehen Ch‍ronische Cystitiden mit einem Defekt der GAG-Schicht einher. Die genauen Ursachen der Interstitiellen Cystitis und der Überaktiven Blase sind unbekannt. Bei Radiogenen Cystitiden sind vorausgegangene Bestrahlungen Ursache der Erkrankung. Ch‍ronisch-wiederkehrenden Harnwegsinfekten liegt häufig eine individuelle Infektanfälligkeit zu Grunde.

Mehr über den GAG-Ersatz durch Gepan® instill


WARUM SIND INTERSTITIELLE CYSTITIS UND ÜBERAKTIVE BLASE SO SCHWER ZU DIAGNOSTIZIEREN?
Interstitielle Cystitis (IC) und Überaktive Blase (OAB) werden in der Regel als Ausschlussdiagnose gestellt, d. h. es werden zunächst verschiedenste andere mögliche urologische, gynäkologische und internistische Erkrankungen ausgeschlossen. Hierdurch kann die Diagnosestellung sehr langwierig sein.

Um die Diagnose zu stellen, führt der Facharzt zum Teil aufwendige Untersuchungen (z. B. Blasenspiegelung, Urodynamik, Biopsie) durch.


HAT DIE ERNÄHRUNG EINEN EINFLUSS AUF DEN KRANKHEITSVERLAUF?
Allgemein trägt eine ausgewogene Ernährung zu einem besseren Allgemeinbefinden bei. So kann z. B. eine ausreichende Vitaminzufuhr Infekten vorbeugen. Patienten sollten auf leichte und gesunde Kost achten und die Mahlzeiten lieber in mehreren kleineren Portionen zu sich nehmen. Für Patienten mit einer Interstitiellen Cystitis stehen besondere Ernährungstipps zur Verfügung.

Praktische Tipps, die den Alltag mit chronischer » Zystitis erleichtern.


BEEINFLUSST EINE SCHWANGERSCHAFT DIE IC?
Einige Ärzte berichten, dass sich die Interstitielle Cystitis- Symptome » bei schwangeren Patientinnen verbessern. Experten nehmen an, dass Veränderungen des Progesteron-Spiegels hierfür verantwortlich sind.


SIND CHRONISCHE CYSTITIDEN ANSTECKEND?
Nein, die Interstitielle Cystitis, die Überaktive Blase (OAB) und die Radiogene Cystitis sind keine Infektionskrankheiten. Auch die Neigung zu chronisch-wiederkehrenden Harnwegsinfekten ist nicht ansteckend.


KANN MAN HARNBLASEN TRANSPLANTIEREN?
Blasentransplantationen werden nicht durchgeführt, da die Blase kein essen­tielles (lebensnotwendiges) Organ ist. Die Aufgabe der Blase besteht darin, den Urin zu speichern. Kann diese Funktion nicht erfüllt werden, geht dies zwar mit einer starken Beeinträchtigung der Lebensqualität einher, jedoch besteht keine lebensbedrohliche Situation. Es erscheint daher nicht gerechtfertigt, die Risiken, die mit einer Organtransplantation verbunden sind, in Kauf zu nehmen.

Zu den Risiken zählen die Gefahr der Abstoßung bzw. die lebenslange Einnahme von hochwirksamen aber nebenwirkungsreichen Medikamenten, um eine solche Abstoßung zu verhindern. Es ist allerdings durchaus möglich, durch spezielle chirurgische Verfahren einen akzeptablen Blasen-Ersatz zu schaffen.


KANN GEPAN® INSTILL ZUSÄTZLICH ZU ANDEREN MEDIKAMENTÖSEN THERAPIEN ANGEWENDET WERDEN?
Ja, Gepan® instill kann in Kombination mit einer oralen medikamentösen Therapie angewendet werden. Wechselwirkungen mit Arzneimitteln wie z. B. Spasmolytika, Analgetika oder Antibiotika sind nicht bekannt und auch nicht zu erwarten, da Gepan® instill nicht systemisch, sondern physikalisch direkt an der Blasenwand wirkt.


WIE KANN ICH GEPAN® INSTILL AUFBEWAHREN?
Die Gepan® instill Fertigspritzen können bei Raumtemperatur gelagert werden, jedoch nicht über + 25°C. Gepan® instill darf nicht eingefroren werden. Bitte lagern Sie nur ungeöffnete Spritzen und verwerfen Sie nicht verbrauchte Reste sofort.


WER TRÄGT DIE KOSTEN DER BEHANDLUNG MIT GEPAN® INSTILL?
In Deutschland ist Gepan® instill gegenwärtig keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die Kosten für Therapie werden daher in der Regel nicht von den Krankenkassen übernommen und gehören somit zu den Selbstzahlerleistungen. Ihr Arzt berät Sie gerne über alle notwendigen Schritte und Kosten der Therapie. Bei Fragen steht Ihnen auch jederzeit das Team von Pohl-Boskamp zur Verfügung.


PRAKTISCHE TIPPS bei chronischer Blasenentzündung

Mit einer Ch‍ronischen Cystitis zu leben, bedeutet eine große Herausforderung! Im Folgenden erhalten Sie Hilfestellungen und Anregungen, die Ihren Alltag ergänzend zur Therapie mit Gepan® instill erleichtern können. Nicht alle Tipps sind für jeden Patienten geeignet: Probieren Sie aus, was Ihnen Linderung bringt! Geben Sie nicht auf! Lassen Sie sich von Ihrem Leiden nicht tyrannisieren. Schauen Sie zuversichtlich nach vorn.

Tipps für den Alltag mit Blasenbeschwerden

Steigerung des Wohlbefindens
Lenken Sie sich ab!
Versuchen Sie die Gedanken an den nächsten Toilettengang abzustellen. Machen Sie etwas anderes: Telefonieren, Surfen im Internet, Lesen, Sudoku lösen, vom nächsten Urlaub träumen. Manchmal hilft es schon, an etwas Schönes zu denken.

Lernen Sie sich zu entspannen!
Heutzutage gibt es eine Menge attraktiver Angebote, die zur Entspannung beitragen, wie z. B. Autogenes Training, Yoga, Tai-Chi, Qigong oder Meditation. Probieren Sie aus, was Ihnen persönlich Entspannung bringt.

Tanken Sie neue Energie!
Wenn Sie sich müde fühlen – und die Möglichkeit haben – dann legen Sie sich für ein kurzes Nickerchen (10-20 Minuten) hin.

Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Patienten! Wenn Sie Tipps oder Anregungen haben, können Sie uns diese gerne zukommen lassen. Wir nehmen diese gerne mit auf! Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

Kontakt
Gegen Blasenentzündung, Blaseninfektion, Blasenschmerzen - Gepan® instill


Beckenbodengymnastik
Unterstützend zur Therapie mit Gepan® instill können Sie durch aktives Training zu einer Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur beitragen. Spezielle Übungen können die Spannkraft der Beckenbodenmuskulatur verbessern. Die folgenden Übungen sind leicht durchzuführen. Regelmäßiges Trainieren kann zu einer Verbesserung Ihrer Beschwerden beitragen.

Bitte besprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, ob diese Übungen für Sie geeignet sind.

TIPPS ZUR UMSETZUNG

Binden Sie Ihre Beckenbodengymnastik in Ihren Tagesablauf ein, denn nur mit konsequentem Üben können Sie ihr Trainingsziel erreichen.

Die nachfolgenden Übungen sind für Männer und Frauen gleichermaßen geeignet und durchführbar.

Halten Sie während der Übung niemals die Luft an, sondern versuchen Sie sich mit regelmäßiger Atmung die Anspannung des Beckenbodens bewusst zu machen. Sie können die Anspannung der folgenden Übungen über mehrere Atemzüge halten oder auch nur im Moment der Ausatmung durchführen.

Bei den Übungen im Vierfüßlerstand können Sie sich alternativ zu den Handflächen auf die Unterarme stützen, um die Handgelenke zu entlasten. Der Kopf kann dann auf den Händen abgelegt werden.

Versuchen Sie bei den Übungen die Gesäßmuskulatur locker zu lassen, sie hat mit der Beckenbodenmuskulatur nichts zu tun.

ÜBUNG ZUR WAHRNEHMUNG DES BECKENBOGENS

Vor dem Training steht die Wahrnehmung, denn den Beckenboden kann man nicht sehen und in entspanntem Zustand auch nicht fühlen. Darum ist es wichtig, dass Sie im Vorfeld ein Gespür für Ihren Beckenboden entwickeln.

Legen Sie sich mit angestellten Beinen auf den Rücken. Der Abstand der Füße sollte der Breite der Hüfte entsprechen. Legen Sie eine Hand auf den Bereich zwischen Schambein und Bauchnabel. Nun stemmen Sie die Fersen in den Boden und versuchen die Beckenbodenmuskulatur anzuspannen, indem Sie die Scheide bzw. die Harnröhre und den After nach innen in den Körper hineinziehen. Ziehen Sie das Schambein Richtung Bauchnabel und drücken den Lendenbereich Richtung Unterlage. Man spricht dabei von der Aufrichtung des Beckens.

Beckenboden stärken - Blasenentzündung & Harnwegsinfekte bekämpfen

ÜBUNGEN ZUR KRÄFTIGUNG DES BECKENBODENS

Übung 1: Legen Sie sich auf den Rücken und strecken Sie Ihre Arme und Beine leicht gebeugt und locker zur Decke. Bleiben Sie bitte in dieser Stellung mind. 1 Minute und atmen Sie bewusst in den Bauch.

Übung 2: Begeben Sie sich in den Vierfüßlerstand, indem Sie sich auf dem Boden auf den Unterschenkeln und den Händen aufstützen. Achten Sie darauf, dass sich der Kopf in Verlängerung der Wirbelsäule und das Becken in Mittelstellung befinden. Nun ziehen Sie das Schambein in Richtung Bauchnabel, spannen den Beckenboden an und machen den Rücken etwas rund. Halten Sie diese Anspannung über 3-4 Atemzüge, bevor Sie entspannen. 

Übung 3: Beginnen Sie diese Übung wieder im Vierfüßlerstand. Heben Sie die Knie vom Boden ab, sodass sich das Gewicht auf die Füße und Hände verteilt und spannen Sie den Beckenboden mit an. Nach 3-4 Atemzügen die Spannung lösen und die Knie ablegen.

Übung 4: Bleiben Sie im Vierfüßlerstand. Atmen Sie zunächst ruhig durch. Machen Sie beim nächsten langsamen Einatmen ein „Hohlkreuz“ und anschließend beim Ausatmen einen „Katzenbuckel“. Gehen Sie dann in die Ausgangsposition zurück.Wiederholen Sie die Übung 4-5 mal.

Übung 5: Setzen Sie sich mit geradem Rücken auf eine Stuhl- oder Hockerkante. Stellen Sie die Füße hüftbreit auf und legen Sie die Hände locker auf den Oberschenkeln ab. Nun verlagern Sie das Gewicht nach vorne in Richtung der Füße, bis Sie einen leichten Druck im vorderen Anteil der Beckenbodenmuskualtur spüren. Atmen Sie in Ruhe durch die Nase ein, und versuchen Sie, mit der Ausatmung durch den Mund die Harnröhre bzw. die Scheide nach innen hochzuziehen. Mit der nächsten Einatmung die Spannung lösen und die Übung über 5-10 Atemphasen wiederholen. Bei Bedarf machen Sie zwischendurch 1-2 Atemzüge Pause.

Übung 6: Setzen Sie sich mit rundem Rücken auf den hinteren Teil eines Stuhles oder Hockers. Die Füße sind hüftbreit aufgestellt, die Hände auf den Oberschenkeln abgelegt. Verlagern Sie das Gewicht so weit nach hinten, bis ein Druck im hinteren Teil der Beckenbodenmuskulatur spürbar wird. Atmen Sie durch die Nase ein, und versuchen Sie, während der Ausatmung den After nach oben innen zu ziehen. Mit der nächsten Einatmung die Spannung lösen und in dieser Weise über 5-10 Atemzüge fortfahren. Bei Bedarf zwischendurch ein paar Atemzüge Pause machen.
Übungen zur Kräftigung des Beckenbodens
Aktiv gegen Blasenentzündung - Übung 1 Übung 1
Aktiv gegen Harnwegsinfekte - Übung 2 Übung 2
Aktiv gegen Harnwegsinfektionen - Übung 3 Übung 3
Aktiv gegen Zystitis - Übung 4 Übung 4
Aktiv gegen Blasenbeschwerden - Übung 5 Übung 5
Aktiv gegen Blasenschmerzen - Übung 6 Übung 6


Ernährungstipps
Grundsätzlich empfehlen Ernährungswissenschaftler, auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Sie sollten mehrere kleinere Mahlzeiten – statt einer Großen – am Tag zu sich nehmen. Dazu gehört:

  • Tägliche Aufnahme von Gemüse und Obst,
  • Weniger als 3-mal pro Woche Fleisch und wenn, dann möglichst helles Fleisch (z.B. Geflügel),
  • Mindestens 1-mal (besser 2-3-mal) pro Woche Seefisch,
  • Nur geringe Mengen gesättigter Fette,
  • Nehmen Sie täglich mind. 1,5 l Flüssigkeit zu sich, am besten Mineralwasser ohne Kohlensäure. Für Sie scheint die tägliche Flüssigkeitsaufnahme in dieser Menge zunächst unzumutbar. Doch bitte denken Sie daran, Ihr Körper benötigt eine gewisse Flüssigkeitszufuhr und wer wenig trinkt hat einen konzentrierten Urin, der die Blase zusätzlich reizt.

Es gibt keine allgemeingültigen Richtlinien für die Ernährung bei Chronischen Cystitiden. Jedoch können insbesondere bei Patienten mit einer Interstitiellen Cystitis bestimmte Nahrungsmittel die Beschwerden negativ beeinflussen. Aber: Jeder Betroffene reagiert anders auf bestimmte Lebensmittel, daher können im Folgenden nur Empfehlungen gegeben werden, die Sie für sich austesten können.

Ernähren Sie sich möglichst basenreich und säurearm!
Säurearme Ernährung bedeutet, dass Sie möglichst wenig säureproduzierende Nahrungs- und Genussmittel zu sich nehmen sollen. Versuchen Sie Produkte mit weißem Zucker oder Aspartam-Süßstoff nur sehr eingeschränkt zu sich zu nehmen. Vorsicht geboten ist vor allem bei Alkohol (inbes. Wein), Kaffee, starkem Tee, kohlensäurehaltigen Getränken, (Schnitt-) Käse, Hefe, geräucherten oder gepökelten Produkten, Süßigkeiten, Zitrusfrüchten (sowie anderen Früchten wie Ananas, Apfel, Aprikose, Erdbeeren, Nektarinen, Pfirsiche, Pflaumen, Trauben), Fruchtsäften, Tomaten, Essig und starken Gewürzen.

Vielfach wird berichtet, dass Preiselbeersaft (300 ml täglich) die Häufigkeit einer wiederkehrenden Blasenentzündung reduzieren kann.


Tipps für Ihre Reiseplanung
Sorgfältige Reiseplanung soll dazu beitragen Stress sowohl in der Phase der Vorbereitung als auch in der Durchführung zu vermeiden. Nutzen Sie daher unsere Checkliste zur Reiseplanung:

  • Falls Sie Medikamente einnehmen, achten Sie auf eine ausreichende Versorgung. Sprechen Sie vor Reiseantritt ggf. mit Ihrem Arzt.

  • Achten Sie bei der Reiseplanung darauf, dass Sie sich wie zu Hause ernähren können.

  • Vermeiden Sie unbedingt jedes Risiko einer Infektion (insbesondere einer Harnwegsinfektion) im Urlaub. Oftmals sind Swimming-Pools eine Infektionsquelle.

  • Bei Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln achten Sie bereits bei der Platzreservierung darauf, dass Sie einen Sitzplatz in Toilettennähe erhalten.

  • Da die hygienischen Verhältnisse bei öffentlichen Toiletten schwer vorhersehbar sind, ist es ratsam, eigenes Toilettenpapier und Toilettensitzabdeckungen mitzunehmen.

  • Es empfiehlt sich, kurz vor Reiseantritt eine Instillation mit einem GAG-Ersatzstoff (z.B. Chondroitinsulfat) durchzuführen. Dadurch lässt sich häufig ein Aufflammen der  Symptome » während der Reise verhindern.

  • Manche Patienten benötigen spezielle Matratzen, z.B. aus Latex oder beheizbare Bettdecken. Bei auswärtigen Übernachtungen kann sich in diesen Fällen eine Voranfrage lohnen.

  • Für die Hygiene ist unparfümiertes, weißes Toilettenpapier gut geeignet, sowie Waschhandschuhe für den Intimbereich und pH-neutrale, alkali- und seifenfreie Waschlotion.

  • Achten Sie auf eine gute Verdauung, nehmen Sie mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich.


Teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Patienten
Wenn Sie Tipps oder Anregungen haben, können Sie uns diese gerne zukommen lassen. Wir nehmen diese gerne mit auf! Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe!

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Was tun bei Blasenentzündung? Gepan® instill hilft bei Harnwegsinfekten.
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